Sonntag, 25. April 2010

Freiheit als Imaginärform. Individualität als Abnorm.

Dieses Gedicht ist schon etwas älter, passt aber immernoch:

In einer welt in der Gemeinschaft ein Fremdwort ist, in der man nur siegt
wenn man andere vergisst
Perverser Egoismus zeigt dir wo du hin musst
Keine Rücksicht auf verlust. Keine zeit. Der weg ist weit
Der Erfolg das Ziel. Ohne Geld kein spiel
Schneller, schneller! Beeil dich sonst gehst du in den Keller,
den Abrisskeller der Gesellschaft
Eine schande wenn es jemand nicht schafft. Mitzuhalten, mit all den halbtoten Gestalten,
die sich Menschen nennen. Sich untereinander nicht kennen
Egal, Hauptsache Geld! Man muss eben wissen was wirklich zählt
Hauptsache ich. Hauptsache ich und nicht du
Wie du überlebst, sieh nur selber zu
Und wenn dus nicht schaffst wirst du ausgelacht

Leben um zu streben
Nichts zu geben. Doch zu viel zu verlieren?
Was will ich riskieren
Was will ich sein. Was will ich werden, wofür werde ich sterben. Wofür leben
Wo bin ich gerade eben, wo geh ich hin. Kann es denn sein, das ich sinnlos bin?

Denken was andere meinen
Und trotzdem alleine weinen
Wo ist der sinn?

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